Altstadtfest


Party, Automeile und Geschäfte locken

Helmstedter Nachrichten vom 05.09.2016

Von Erik Beyen

 

Die Veranstalter des Altstadtfestes zeigen sich durchweg zufrieden.

 

Mehrere tausend Menschen feierten am Wochenende die 41. Auflage des Helmstedter Altstadtfestes. Und feiern können sie richtig, die Helmstedter und ihre Gäste. Die kamen längst nicht alle aus dem Landkreis. Sehr zur Freude des Veranstalters, dem Verein Helmstedt aktuell Stadtmarketing. "Wir hatten Glück mit dem Wetter, Glück mit den Besuchern und tolle Musik", sagte Kerstin Pflaum, eine der Hauptorganisatoren. Das Wetter hielt zumindest bis Sonntagnachmittag durch.

 

Die große Sause hatte bereits am Freitag vor dem offiziellen Fassanstich begonnen. Unter anderem bei Jazz und Shanties stimmten sich die Helmstedter auf ihre Fete ein. Die nahm am Abend Fahrt auf: Auf dem Marktplatz machten Nightfire und auf dem Heinrichsplatz Groove Soulution kräftig Dampf. Diesmal, sagt Kerstin Pflaum, habe Freitagnacht durchaus mit Samstagnacht mithalten können.

 

Am Samstag, wie schon am Freitag, bestes Wetter für eine Fete. Das nutzten die Menschen aus. Ihnen bot sich ein abwechslungsreiches Programm auf den Bühnen - von Swing, über Heavy Metal und Folk bis hin zu handgemachtem, sattem Rock am Abend. "Back2Rock" hämmerten einen Klassiker nach dem anderen über den Marktplatz, gleiches taten "Quotime" auf dem Heinrichsplatz.

 

Das Publikum ließ sich bald voll und ganz aufs Feiern im Takt der Musik ein. Dazwischen, auf der Kornstraße, Geselligkeit pur. Jahrmarktflair mit Lebkuchenherzen, Waffeltüten, Zuckerwatte und Schießstand. Die Parkplätze rundherum wurden immer voller.

 

Der Sonntag startete verhalten. Regen war angesagt. Ein Grund dafür, dass der Kinderflohmarkt auf dem Papenberg dürftig ausfiel. Trotzdem: Laura (9) und Leonie (12) wurden etliche Sachen los. Dinge, die in ihrem Kinder- und Jugendzimmer nicht mehr angesagt sind. Auf der Marktbühne gab's derweil eine Zaubervorführung und den Auftritt des Aussiedlerchores Melodia, auf dem Heinrichsplatz irische Musik. Der Sonntag war zum Shoppingtag ernannt worden. Die Geschäfte der Innenstadt hatten nahezu alle geöffnet, in diesem Jahr schon ab 12 Uhr, eine Stunde früher als bisher. Ungewohnt, meinte Quickschuh-Fililalleiterin Ulrike Routil, daran müssten sich die Menschen wohl noch gewöhnen. Dennoch: Am Nachmittag schoben sich die Menschen über die Neumärker Straße in Richtung Gröpern. Der war zur Automeile mit vorgelagerter Hüpfburg umfunktioniert worden.

 

Das Fazit aller Beteiligten: Ein gelungenes Wochenende in Helmstedt, aber über die Öffnungszeiten am Sonntag wolle man in der Nachbetrachtung noch einmal reden.